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Fachhaendler

15. Oktober 2019

◼ 3 Jahre „Kabel statt Rohre“ im Wohnungsbau

Velog News

Ein Bauherr zieht Bilanz.

 

Vor drei Jahren hat sich Bauherr und Energieexperte Paul Langmann im Zuge der Generalsanierung seines Mehrparteienhauses in der Steiermark für ein rein elektrisches Haustechnikkonzept entschieden. Wesentlicher Bestandteil davon ist seither die photovoltaische Warmwasserbereitung mit Lösungen von my-PV. Nun zieht er Bilanz.

Boesenbach Haus

Links: Außenansicht mit PV-Fassade            

Boesenbach Heizhaus

Rechts: das „Heizhaus“

                                    

Acht Wohneinheiten und eine Gewerbeeinheit werden seit 2016 zu einem großen Teil mit sauberer Energie aus einer 30 kWp Photovoltaikanlage versorgt. Fehlende Energie wird als Ökostrom zugekauft, allfällige Überschüsse werden in das öffentliche Netz eingespeist.

Während die Infrarotpaneele für die Raumwärme dabei noch von Thermostaten geschaltet werden, wurde die Warmwasserbereitung schon damals mit stufenlos regelbaren Wärmeerzeugern von my-PV umgesetzt. Heute würde das so auch für die Raumheizung erfolgen, denn eben diese präzise Regelbarkeit ist der Grundstein für Wärme mit Photovoltaik und trägt somit in höchstem Maß zur Energieeinsparung und Nachhaltigkeit des Gebäudes bei.

 

Wie kam es zur Entscheidung für dieses Konzept?

Paul Langmann: Für mich war damals schon klar das günstigste und einfachste Speichermedium ist Wasser. Wenn seine Erwärmung dann noch in kleineren Boilern dezentral in den Wohneinheiten erfolgt, dann werden sämtliche Rohrleitungs- und Verteilverluste von Haus aus vermieden. Die Solarenergie wird genau dort in Wärme umgewandelt wo sie benötigt wird und auch das Legionellenthema ist mit einem Schlag vom Tisch.

 

Ist das in der Anschaffung nicht sehr teuer?

Paul Langmann: Die Investitionskosten der Haustechnik waren durch „Kabel statt Rohre“ und dem damit verbundenen geringeren Materialeinsatz auf jeden Fall viel günstiger als bei herkömmlichen wassergeführten Heizsystemen. Neben aufwändigen Verrohrungen und teuren Kesseln entfällt auch der Schornstein. Darüber hinaus war das klassische Heizhaus gar nicht notwendig, allein ein Schaltschrank umfasst die gesamte Steuertechnik und der so gewonnen Raum bietet wiederum anderen Nutzen.

 

Wie lautet nach drei Jahren das Resümee?

Paul Langmann: Nach drei Betriebsjahren erfreue ich mich vor allem an den niedrigen Betriebskosten. Dank der stufenlos geregelten Warmwasserbereitungs-Geräte von my-PV liegt die Rate des PV-Eigenverbrauchs jedes Jahr bei über 60 Prozent. Damit lässt sich der Energiebedarf für Warmwasser, Raumwärme und den Gemeinschaftsstrombedarf (Stiegenhaus, Außenbeleuchtung) zu 45 Prozent decken. Die verbleibende Restenergie kommt aus dem Stromnetz und verursacht dabei (nach Abzug der Erlöse für die Einspeisung von Überschüssen) im Monatsdurchschnitt Energiekosten von lediglich 260 Euro für das gesamte Gebäude. Obendrein ist mein System, das ohne bewegliche Teile auskommt nicht nur wartungs- sondern natürlich auch geräuscharm.

 

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