17. Dezember 2021

◼ PV am Vormarsch: Belastung für die Stromnetze?

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Der Ausbau der Photovoltaik und erneuerbarer Energien im Allgemeinen ist ein wünschenswerter Trend – doch kommt es dadurch zu einer Überlastung der Stromnetze?

Erneuerbare Energie sind für unsere Umwelt und für unsere Betriebskostenrechnung gut. Dennoch kommen mit den neuen Stromproduzenten auch neue Herausforderungen auf uns zu. Immer wieder hört und liest man, dass es zu einer Überlastung der Stromnetze kommen kann. Was hat es mit dieser Sorge auf sich? Hier ein kleiner Überblick.

 

Die Entwicklung der Photovoltaik in Europa

Dem weltweiten Photovoltaikmarkt geht es ausgesprochen gut. In vielen Regionen der Welt ist Solarstrom bereits heute die günstigste Form von Strom. Zudem wird Sonnenenergie angesichts der Klimaerwärmung zu einem zentralen Standbein der Energieversorgung mit hervorragenden Zukunftsaussichten. Die Preise für Photovoltaikanalgen sind in den letzten Jahren massiv gefallen, was den Solarenergieausbau weiter befeuert.

Im weltweiten Vergleich steckt Europa in Sachen Photovoltaikausbau jedoch immer noch in den Kinderschuhen.

China hat in Sachen Photovoltaikausbau die Nase vorne. Schaut man sich Europa etwas genau an, dann ist Deutschland der absolute Spitzenreiter. Nimmt man Deutschland aus der Übersicht der europäischen Länder heraus, zeigt sich ein buntes Feld, in dem Österreich im unteren Drittel zu finden ist.

Mithilfe dieser interaktiven Grafik können Sie sich selbst einige Länder zueinander in Vergleich setzen.

 

Der Photovoltaikmarkt in Österreich

Wie sieht der Photovoltaikmarkt in Österreich generell aus? Österreich hat 2020 zwar einen Zuwachs von 341 Megawatt bei Photovoltaikanlagen verzeichnet, wir bewegen uns hier aber weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Diese Steigerung um rund 38 Prozent gegenüber 2019 stimmt aber natürlich positiv.

Insgesamt wurde durch Photovoltaik rund 3,6 Prozent des Strombedarfs gedeckt, sagt der aktuelle Bericht zur Marktentwicklung 2020, den das Klimaschutzministerium in Wien veröffentlichte. 2035 Megawatt – das war die kumuliert installierte Photovoltaikleistung im Land bis zum Ende des vergangenen Jahres. Klingt viel, ist aber für eine Stromwende bis 2030 immer noch zu wenig.

Die notwendigen Rahmenbedingungen soll das im Juli 2021 beschlossene Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) schaffen. Was sich konkret durch die Verabschiedung ändern soll, steht auf folgender Zusammenfassung der Photovoltaik Austria. Wie rasch wir die ersten Ergebnisse spüren werden, wird sich allerdings noch weisen. Das Ziel, bis 2030 in Österreich 100 % Strom aus erneuerbaren Energien zu beziehen, bleibt ambitioniert.

 

Belasten Solar- und Windkraftenergie das Stromnetz?

In den vergangenen Jahren wurden Quellen der erneuerbaren Energien, wie Photovoltaik und Windkraft, massiv ausgebaut – und das ist gut so. Aus reinen Verbrauchern wurden teilweise Produzenten und Selbstverbraucher in einem. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, wenn auch nicht immer leicht, in die bestehenden Strukturen einzugliedern. Worum geht es genau?

Die derzeit wichtigsten erneuerbaren Energien sind witterungsabhängig und nicht flexibel regelbar: Einmal gibt es ordentlich Wind, dann ist es wieder windstill; es gibt Tage und Tageszeiten mit starker Sonneneinstrahlung und dann wieder trübe und dunkle Stunden.  Das bedeutet, dass es Zeiten gibt, in denen diese Anlagen ihre maximale Leistung erreichen, die dann jedoch wieder rasch abfallen kann. Diese Schwankungen vorauszuplanen, abgesehen vom Tag-Nacht-Rhythmus, ist nicht so einfach. Aber warum ist das überhaupt relevant?

Unser Stromnetz muss europaweit immer dieselbe Spannung und Frequenz (50 Hertz) aufweisen. Schon die kleinsten Abweichungen (z.B. 49,7 Hz) können zu großen Problemen, wie einem europaweiten Blackout, führen. Die Spitzenleistungen der Solar- und Windkraftwerke sorgen punktuell für einen problematischen Anstieg dieser Frequenz – und genau daran muss gearbeitet werden, damit erneuerbare Energien ein Grundpfeiler der Energieversorgung werden können. Hier gibt es jedoch unterschiedliche Ansätze.   

 

Dezentrale Nutzung und Speicherung als Lastspitzen-Lösung

Sind erneuerbare Energiekraftwerke (egal wie klein oder groß) für unser Stromnetz ein Problem? Oder ist es eher die Einspeisung des Stroms mit den bekannten Lastspitzen? Die Antwort liegt hier nahezu auf der Hand.

Sinnvolle Lösungen für die Stabilität der Spannung unserer Netze sind dezentrale Stromspeicher (wie Wärmespeicher oder Batteriespeicher zuhause) sowie ein konstanter Eigenverbrauch des selbsterzeugten Stroms. So werden Lastspitzen nicht dem Stromnetz, sondern der lokalen Verwendung zugeführt. Das Problem der Lastspitzen hätte sich in diesem Fall gelöst. Stromspeicher fallen nicht in unseren Arbeitsbereich, bei der Steigerung der Eigennutzung von Photovoltaikstrom leisten wir allerdings nachhaltige Innovationsarbeit.  

Mehr zur höheren Eigennutzung bzw. zu einem höheren Eigenverbrauch ist hier zu finden.

 

 

 

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