30. Juni 2022

◼ Kompatible Ladesäulen – was ist mit my-PV möglich?

PV Module gesamt Nissle News

Bei Sektorkopplung in Wärmebereichen ist my-PV Marktführer. Dabei wird natürlich auch das Zusammenspiel mit Ladesäulen für die E-Mobilität immer wichtiger.  

Systemoffen für die Lösungen anderer Anbieter zu sein, gehört für my-PV bekanntlich zur Unternehmensphilosophie. Dies betrifft die Regelung von Elektroheizungen, es betrifft den Einbau unserer Geräte in unterschiedlichste Wärmespeicher und – wohl am Wichtigsten – es betrifft natürlich auch die Kombination mit Wechselrichter-, Batteriespeicher- und Smarthome-Herstellern, zur Bestimmung der überschüssigen Leistung im Haus. Alle drei Bereiche betreffen aber stets nur die Erzeugung von Wärme für Warmwasser oder Raumheizung, mit Energie aus der Photovoltaikanlage.

 

Der Photovoltaiküberschuss wird neben der Wärme aber auch für einen anderen Bereich der Sektorkopplung immer wichtiger: für die E-Mobilität. Und weil auch uns immer mehr Anfragen zu diesem Thema erreichen, stellen wir hiermit unsere aktuellen Möglichkeiten vor.

 

Eine indirekte Kompatibilität besteht bereits dann, wenn ein übergeordnetes Energiemanagement die Kontrolle über alle Verbraucher hat. Sprich: Wenn zum Beispiel ein Smarthome neben der Leistungsvorgabe an my-PV auch im Stande ist, eine Ladesäule zu kontrollieren. In einigen Fällen erlauben solche Systeme auch eine Priorisierung der verschiedenen Anwendungen. Als Beispiele für eine solche indirekte Kompatibilität können etwa der SMA Sunny Home Manager, E3DC oder Solar-Log genannt werden. Dabei hat das my-PV Gerät also unmittelbar gar nichts mit der Ladesäule zu tun. Auch der Wallboxhersteller openWB fällt aus der Sicht von my-PV unter die Kategorie übergeordnetes Energiemanagement, denn die gesamte Steuer- und Regelungsstrategie der Verbraucher liegt bei openWB, die my-PV Geräte bekommen lediglich die Leistungsabgabe vorgegeben.

 

Eine direkte Kompatibilität besteht, wenn my-PV auch das Energiemanagement der Ladesäule vornimmt. Hier ist jedoch zu beachten, dass die Leistungssteller von my-PV ausschließlich an elektrischen Widerstandsheizungen die Leistung kontrollieren können. Das heißt sie übernehmen niemals die Leistungsmodulation direkt an der Wallbox! Durch das Energiemanagement kann der Ladesäule jedoch mitgeteilt werden, wie viel Photovoltaiküberschuss vorhanden ist. Sobald der verfügbare Ladestrom die Grenze von 6 Ampere übersteigt, kann die Ladesäule die Leistung zur Fahrzeugbeladung entsprechend einstellen. Obwohl sich my-PV selbst eigentlich nicht als Smarthome-Hersteller betrachtet, ist diese Art des Energiemanagements mit einigen Typen der Marke Keba möglich.

 

Sowohl bei der indirekten, als auch bei der direkten Kompatibilität, stimmt eine Intelligenz die Wärmeanwendungen von my-PV und die Ladesäule aufeinander ab. Daneben gibt es aber noch eine dritte Möglichkeit. Diese betrifft den Fall, dass es zwar beide Anwendungen gibt, diese aber durch kein Energiemanagement intelligent miteinander interagieren. Das ist dann der Fall, wenn zum Beispiel ein Wechselrichterhersteller seine eigene Ladesäule mit Solarstrom steuern kann, jedoch die my-PV Anwendung nicht als Teil des Energiemanagements in seine Steuerung implementiert hat. Dabei existiert my-PV als eigener Regler quasi parallel dazu und verwendet den PV-Überschuss entsprechend der Leistungsdaten, die der Wechselrichter vom Hausanschluss übermittelt. Eine Abstimmung des Zusammenspiels mit der Ladesäule ist dabei nur relativ eingeschränkt über den Parameter „Zielwert der Regelung“ und die zeitliche Sperrfunktion des my-PV Geräts möglich.

 

 

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