3. Oktober 2022

Stammtisch Nachhaltige Region Steyr

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„Bilanziell Energieautark mit Photovoltaikgebäude“ – so durfte my-PV gemeinsam mit der Zukunftsregion Steyr das solarelektrische Firmengebäude mit Zahlen und Fakten vorstellen.

Veranstaltet von der Zukunftsregion Steyr in Kooperation mit my-PV und den Projektpartnern der Local Energy Community Steyr (LEC-Steyr) veranschaulichte der Abend am 20. September, dass die Zukunft bereits in der Gegenwart angekommen ist – zumindest teilweise. Für Staunen sorgte das bilanziell autarke, solarelektrische Betriebsgebäude von my-PV, die Darlegung von Möglichkeiten und Hindernissen bei erneuerbaren, lokalen Energiegemeinschaften wiederum für Klarheit.

Der Veranstaltungsort, das my-PV Betriebsgebäude, diente gleichzeitig als Schauobjekt und lieferte den Beweis, dass sich Nachhaltigkeit rentieren kann. „Was die österreichische Bundesregierung erst bis 2030 bei der elektrischen Energie anstrebt – nämlich eine bilanzielle Autarkie – haben wir mit unserem solarelektrischen Betriebsgebäude sogar in der Heizsaison übertroffen und das gleich über alle Sektoren (Strom, Wärme, Mobilität)“, sagt Vertriebsleiter Markus Gundendorfer von my-PV stolz.

 

Was ist bilanzielle Autarkie?

Das Gebäude hat eine 100 kWp große Photovoltaikanlage, die sich nicht nur am Dach, sondern auch auf allen Außenwänden befindet. Als Speicher wird nur zu einem geringen Teil ein Batteriespeicher in Form von E-Autos genutzt. Warmwasser und Estrich dienen ebenso als Speichermedien, um den Strom selbst zu nutzen, bevor der Überschuss ins Netz geschickt wird. Geheizt wird mit Strom. Mithilfe des my-PV Systems kann der Strom für Warmwasser und Raumheizung verwendet werden. Hinsichtlich der Investitionskosten gab es trotz Photovoltaikanlage keine Mehrkosten im Vergleich zu einem herkömmlichen Haus. „Betrachten wir nur die Betriebskosten von November 2021 bis April 2022, ein energieintensiver Zeitraum mit vergleichsmäßig geringer Sonneneinstrahlung, zeigt sich, dass wir bilanziell keine Energie gebraucht haben. Das heißt: Natürlich haben wir auch Strom vom Netz bezogen, aber ungefähr gleich viel haben wir auch durch Überschuss eingespeist“, erklärt Markus Gundendorfer. Die Sommermonate inkludierend produzierte das Gebäude über 330 % Stromüberschuss.

 

Der Weg zu erneuerbaren Energiegemeinschaften

Das Gebäude eignet sich hervorragend für eine erneuerbare Energiegemeinschaft. Vom Überschuss profitieren die Nachbarbetriebe. Thomas Nacht von 4ward Energy Research und Projektleiter von LEC-Steyr ist von Energiegemeinschaften überzeugt, auch wenn Theorie und Realität auseinanderklaffen. Auf dem Weg zu einer funktionierenden Energiegemeinschaft treten immer wieder Stolpersteine auf. Waren es zu Beginn fehlende gesetzliche Rahmenbedingungen, kommen nun bürokratische Hürden oder menschliche Herausforderungen hinzu. „Lokale erneuerbare Energiegemeinschaften haben Potenzial, sind aber momentan noch sehr schwer umzusetzen. Viele Hindernisse wurden bereits abgebaut, aber um die Gründung und den Beitritt in eine Energiegemeinschaft in ein 2 bis 3 Klick-Erlebnis zu verwandeln und damit für die breite Bevölkerung zugänglich zu machen, ist es noch ein Weg, der einem Geduld, Know-how und Hartnäckigkeit abverlangt“, sagt Nacht.

 

Blick hinter die Kulissen

Einen interessanten Einblick in die Photovoltaikbranche gewährte my-PV Geschäftsführer Gerhard Rimpler in seinem Impulsvortrag. Obwohl es in den letzten 25 Jahren einen enormen Zuwachs von Photovoltaik gab, bleibt der Anteil im Vergleich zu anderen Energieträgern sehr gering, da diese aufgrund des allgemein erhöhten Energiebedarfs ebenso gestiegen sind. Während sich Österreich auf der Wasserkraft ausruht, ist in Deutschland der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie deutlich gestiegen. „In diesem Bereich gibt es in Österreich sichtlich noch Aufholbedarf. Die Photovoltaikfirmen werden derzeit bestürmt, aber wir können nicht in Kürze das nachholen, was in den letzten Jahren versäumt wurde“, sagt Rimpler und wünscht sich mehr Vorausschau und Planung seitens Regierung und Zulieferer. Haushalten möchte er mitgeben: „Bei alten Häusern macht es Sinn, vorher Fenster auszutauschen und zu dämmen, bevor man sich das Heizsystem anschaut.“

 

Copyright Peter Kainrath

 

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