23. März 2022

Die Sonne als Architekt

PV Module gesamt Nissle News

my-PV entwickelt seit über einem Jahrzehnt erfolgreich smarte Technik für eine intelligente Nutzung von Sonnenenergie. Jetzt hat das Unternehmen einen neuen Firmensitz bezogen, bei dessen Design unverkennbar die Sonne Regie geführt hat.

 

Energiewende und Effizienz setzen klare Akzente mit Stil

Folgt die Form der Funktion, darf das Gebäude der my-PV GmbH als stilistisch gelungenes aber trotzdem kompromisslos auf Eigenversorgung ausgerichtetes Gebäude bezeichnet werden. Photovoltaik wurde als stilbildendes Element in allen Fassaden integriert – auch auf der Nordseite. Sie teilt sich die Fassadenfläche streng geometrisch im Wechsel mit vertikaler Holzverkleidung und Fensterflächen. Helle Fensterrahmen und Abdeckungen der Jalousien kontrastieren zwischen schwarzer PV und tiefbraunen Fassadenhölzern. Das nach Süden ausgerichtete Pultdach mit mittlerer Neigung ist dachparallel mit vier großen und vier kleineren Photovoltaikfeldern belegt. Insgesamt stellt die Gebäudehülle 100 Kilowatt-peak PV-Leistung zur Eigenversorgung zur Verfügung. Der Firmengründer selbst hat die Holzständermaße des Niedrigenergiegebäudes so bemessen, dass Photovoltaik perfekt integriert werden konnte.

 

Energie bleibt im Gebäude

Die Technik von my-PV setzt auf Effizienz durch hohen Eigenverbrauch und Überschussnutzung durch Speicherung in Form von Wärme: Es soll möglichst wenig des selbst erzeugten Solarstroms ins Netz abgegeben werden. „Unsere Philosophie ist es, so viel selbst erzeugten Strom im Gebäude zu behalten wie möglich. Selbst produzierter Grünstrom ist wertvoll und sollte unserer Meinung nach unter allen Umständen am Standort verbraucht werden. Das ist das Prinzip unseres AC•THORs und unserer stufenlos geregelten Heizstäbe. Eine Einspeisung in das öffentliche Netz kann bei Gebäudestrom nur die allerletzte Möglichkeit sein – allein schon, um die Netze nicht zu überlasten“, erklärt Reinhard Hofstätter, Produktmanager und Trainer bei my-PV.

Im neuen Firmengebäude funktioniert die Bodenplatte als Wärmespeicher. Überschussstrom wird über elektrische Heizschleifen in den Beton geleitet, der mit Wärme aufgeladen wird und diese nachts langsam wieder abgibt. „Das System ist ein Energiespeicher für unseren Überschussstrom; es ist wartungsarm und hocheffizient“, erklärt my-PV-Gründer Dr. Rimpler.

 

Unabhängig – auch an trüben Tagen

100 Kilowatt peak Photovoltaikleistung sind auf über 800 m2 Nutzfläche im my-PV Niedrigenergiegebäude so bemessen, dass der Firmensitz auch in der Übergangszeit genug Strom für Verbrauch und Wärme selbst erzeugen kann. Die in die Fassade in alle Himmelsrichtungen integrierte Photovoltaik liefert auch bei tiefem Sonnenstand gute Leistung – abgesehen von der Nordseite, an welcher die Photovoltaik eher einen repräsentativen Charakter hat. Das nach Süden geneigte Pultdach wurde dachparallel mit Photovoltaik belegt, was dem Gesamteindruck des Gebäudekörpers und der Wartung der PV sehr entgegenkommt. Die Gesamtstromerzeugung reicht, um auch noch Elektrofahrzeuge von Besuchern und Mitarbeitern zu versorgen.

 

Solarenergiepartner mit im Boot

Seit vielen Jahren setzt my-PV auf offene Schnittstellen und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit vielen Komponentenherstellern in der PV-Branche. Eine besonders lange und intensive Partnerschaft verbindet die my-PV GmbH und die KOSTAL Solar Electric GmbH. Beim Einsatz im Einfamilienhaus greift my-PV gerne auf Informationen zu Überschussleistung zurück, die von KOSTAL Wechselrichtern zur Verfügung gestellt werden. „Das spart uns einen eigenen Sensor und Zähler, den wir dann zwar nicht verkaufen – aber für den Kunden ist es natürlich ein Gewinn“, erklärt Produktmanager Reinhard Hofstätter. Nicht verwunderlich, dass die neuen Gewerbe-Wechselrichter von Kostal im Firmenneubau die Gleichstromumwandlung übernehmen. „Wir arbeiten sehr gut mit vielen Wechselrichter- und Stromspeicherherstellern zusammen. Mit Kostal verbindet uns zusätzlich seit vielen Jahren eine enge persönliche Zusammenarbeit bei Fortbildungen und Präsentationen“, erklärt Hofstätter. „Es war für uns klar, dass im neuen Firmengebäude Kostal Wechselrichter arbeiten werden.“

 

12 AC•THORen für wirtschaftliche Autarkie

Die erwartete Autarkie im neuen Firmensitz dürfte mit Photovoltaik und AC•THOR-Steuerung bei rund 52 Prozent liegen. Das ist ein guter Wert, wenn man bedenkt, dass im Gebäude keine Stromspeicher verbaut sind. Die effiziente Nutzung des selbst erzeugten Sonnenstroms managen insgesamt 12 AC•THOR-Geräte. „Es sind zwar regelmäßig Stromspeicher im Gebäudenetz integriert – allerdings ausschließlich zu Testzwecken. my-PV-Systeme speichern überschüssigen Strom aus Photovoltaikanlagen in Form von Wärme. Vorteil sind die wesentlich niedrigeren Kosten im Vergleich zu Stromspeichern“, erklärt Reinhard Hofstätter.

 

Eigenverbrauch bei 35 Prozent

Aktuell liegt der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stromes bei 35 Prozent. Das ist nicht schlecht für ein System ohne Stromspeicher – aber auch nicht umwerfend. So etwas passiert, wenn man nach heute gültigen Standards ein scheinbar gnadenlos überdimensioniertes Photovoltaiksystem auf Dach und Fassade einer Immobilie installiert. Wer genauer hinsieht, wird aber feststellen: Es gibt gleich mehrere gute Gründe für die üppig installierte Leistung:

  • Der Hauptgrund war eine gute Solarstromversorgung auch im Winter – und zwar so, dass die Photovoltaik auch in der dunklen Jahreszeit maximale Autarkie am Standort sicherstellen kann.
  • Dazu ist die Photovoltaik ein wesentliches architektonisches Gestaltungselement des Firmensitzes. Weniger Photovoltaik hätte schlichtweg weniger gut ausgesehen.
  • Die Kosten für Photovoltaik-Komponenten sind im Verhältnis zu Kosten für Arbeitsleistung der Installation und Einrichtung der Baustelle niedrig. Wer bei der Planung schon weiß, dass in Zukunft mehr Strom am Standort gebraucht wird, sollte gleich mehr Photovoltaikleistung installieren – das ist günstiger, als in wenigen Jahren nachzurüsten. Bei my-PV war die von Beginn geplante Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ein Grund, mehr Leistung zu installieren.

Spannende Ideen und ein architektonisch sowie energetisch gelungenes Gebäude, bei dessen Design die Sonne Regie geführt hat – Nachahmung ist ausdrücklich erwünscht!

 

 

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