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Boom bei Bürgerbeteiligungen

Von Beteiligungsmodellen für die Stromerzeugung aus Photovoltaik profitieren Bürgerinnen und Bürger gleich doppelt: Einerseits durch die Ökostromproduktion in der eigenen Region, andererseits durch den wirtschaftlichen Erfolg der Anlagen. Kein Wunder, dass solche Modelle in der Bevölkerung regen Anklang finden. Erst kürzlich finanzierten Bürgerinnen und Bürger in Hollabrunn eine Photovoltaikanlage und erhielten ihre Beteiligung jeweils in Form eines Sparbuches mit vergleichsweise attraktiven Zinsen. Solche Modelle werden schon in 70 niederösterreichischen Gemeinden angeboten und das laut der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich mit steigender Tendenz.

Auch an der deutsch-französischen Grenze entsteht am ehemaligen Kohlestandort Terril Wendel ein ganzer Photovoltaik-Solarpark mit Finanzierung durch Bürgerinnen und Bürger, Gebietskörperschaften und Unternehmen aus der Region. Auf einer Fläche von 22,7 Hektar werden über 44.000 Photovoltaik-Module verbaut. Nach der Inbetriebnahme sollen mit einer installierten Leistung von etwa 18,169 MWh jährlich der Strom- und Heizbedarf von mehr als 2.600 Personen abgedeckt und über 10.432 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Eine weitere Zunahme bei Beteiligungsmodellen wird durch eine bis Mitte 2021 umzusetzende neue EU-Richtlinie erwartet. Diese sieht die Gründung von sogenannten erneuerbaren Energiegemeinschaften vor und das wird es auch Privatpersonen und Betrieben erlauben, über ihre Anlagen erzeugten Strom zu verkaufen. PV-Experte Dr. Gerhard Rimpler: „Auch das wird natürlich dazu beitragen, dass Photovoltaik immer attraktiver wird.“

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