Jahresauswertung des solarelektrischen Firmengebäudes 2025
Auch im vierten vollen Betriebsjahr bestätigt das solarelektrische Firmengebäude von my-PV seine hohe Effizienz – erstmals jedoch bei einem Gesamtverbrauch, der die eigene PV-Erzeugung übersteigt.
Die Jahresauswertung 2025 zeigt erneut die hohe Effizienz des solarelektrischen Energiekonzepts im Firmengebäude von my-PV. Gleichzeitig wird sichtbar, wie stark sich das Unternehmenswachstum und die zunehmende Elektromobilität auf den Energiebedarf auswirken. Besonders der Stromverbrauch für E-Autos ist deutlich gestiegen, da sowohl die Firmenflotte als auch die Anzahl der Mitarbeiter mit privaten Elektrofahrzeugen weiter zunimmt und diese genauso kostenfrei vom Sonnenstrom profitieren können.
Bereits seit der Inbetriebnahme des ersten solarelektrischen Betriebsgebäudes im Jahr 2021 veröffentlicht my-PV jährlich eine detaillierte Analyse der Energienutzung, Energieherkunft sowie des Photovoltaiküberschusses – eine Übersicht dazu finden Sie auf der Seite zum solarelektrischen Firmengebäude. Die Auswertung des Vorjahres 2024 wies noch eine bilanzielle Autarkie von 119 % aus – 2025 ergibt sich ein deutlich verändertes Bild.
Energieverbrauch im Detail
Der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes summierte sich 2025 über alle Sektoren hinweg auf 95.251 kWh. Er verteilt sich auf den Betriebsstrom mit 46.688 kWh (inklusive Kühlung und Lüftung), die Raumheizung mit 17.332 kWh, das Warmwasser mit 1.606 kWh sowie die Elektromobilität mit 29.625 kWh.
Zusätzlich wurden im vergangenen Jahr umfangreiche Dauertests durchgeführt, wodurch sich der Strombedarf im Vergleich zu 2024 um rund 50 % erhöhte. Auch die Elektromobilität legte weiter zu: Da my-PV seinen Mitarbeitern kostenlose Lademöglichkeiten auf den Parkflächen bietet und auch die Firmenflotte gewachsen ist, stieg der Verbrauch in diesem Bereich von 26.000 kWh (2024) auf nun 29.625 kWh.
Auf der Herkunftsseite standen dem Verbrauch 43.282 kWh direkt genutzter PV-Strom (PV-Eigenverbrauch) sowie 51.969 kWh Netzbezug gegenüber. Direkt genutzt heißt hier: ohne fix verbauten Batteriespeicher im Firmengebäude. Insgesamt erzeugte die hauseigene PV-Anlage rund 85.031 kWh, wovon 41.749 kWh als Überschuss ins Netz eingespeist wurden. Obwohl es eine 100 kWp PV-Anlage ist, ergibt sich dieser schlechtere Ertragswert übers Jahr aus der zu 30 kWp fassadenintegrierten Installation. Diese Module liefern im Sommer weniger Ertrag, dafür genau zu Winterzeit – also der Heizsaison – die nötige Sonnenenergie durch den flachen Einfallswinkel der Sonne.
Erstmals bilanzielle Autarkie unter 100 %
Die deutlich gestiegene Verbrauchsseite führte 2025 erstmals dazu, dass die bilanzielle Autarkie nicht mehr über 100 % liegt. Das bedeutet, dass der gesamte Energieverbrauch erstmals höher ausfällt als die durch die eigene PV-Anlage erzeugte Energiemenge.
Bemerkenswert ist dabei, dass der Eigenverbrauch trotzdem gesteigert werden konnte – auf nun 50,9 %. Damit wurde erstmals über die Hälfte des selbst erzeugten Solarstroms unmittelbar im Gebäude genutzt – ohne zeitversetzte Nutzung via Batteriespeicher. Dabei wird hier auch keine Rücksicht auf das Laden der Elektroautos genommen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Solarstrom – dies geht sich aufgrund der Flottengröße und der begrenzten Lademöglichkeit durch die Bürozeiten nicht anders übers Jahr gesehen aus.
Gerade in Zeiten niedriger Einspeisevergütungen oder möglicher Einspeisebeschränkungen zeigt sich, wie essenziell ein hoher Eigenverbrauch ist.
Die Produkte von my-PV bieten dazu eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, den Eigenverbrauch zu erhöhen, indem sie überschüssige Energie sekundengenau erfassen und präzise regeln – sowohl für die Warmwasserbereitung als auch für die solarelektrische Heizung mittels Bauteilaktivierung über Heizdrähte. Die stufenlose Leistungsregelung ermöglicht eine effiziente und verlustarme Nutzung des PV-Überschusses.
Die Kennzahlen 2025 im Überblick
Fazit: Zukunftsfähige Haustechnik im Einsatz
Trotz des gestiegenen Gesamtverbrauchs bestätigen die aktuellen Kennzahlen erneut die hohe Leistungsfähigkeit des Gebäudekonzepts. Mit einem Eigenverbrauch von 50,9 % und einer bilanziellen Autarkie von 80,3 % bleibt das Firmengebäude ein gelungenes Beispiel für effiziente solarelektrische Haustechnik im gewerblichen Einsatz.
Ein weiterer Vorteil: Die Wärmeerzeugung erfolgt vollständig wartungsfrei, geräuschlos und ohne bewegliche Teile. Das Motto „Kabel statt Rohre" vereinfacht nicht nur die Installation, sondern reduziert auch die Komplexität im Betrieb.
Aus heutiger Sicht würde my-PV das Gebäude jederzeit wieder in derselben Form realisieren. Die solarelektrische Haustechnik hat sich damit einmal mehr als ideale Lösung für Niedrigenergiegebäude erwiesen – kostengünstig, effizient und umweltfreundlich!
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