Energieautarkie im Bestand

Ein Wohnhaus in Hellenthal setzt auf Photovoltaikwärme

Dank Photovoltaikwärme benötigt ein 50 Jahre altes Haus nur 405 kWh Gas und 182 kWh Strom aus dem öffentlichem Netz im Jahr.

Fakten über das Projekt

Eigentümer
Photovoltaikleistung, Ausrichtung
Wechselrichter, Batteriespeicher
Wärmespeichergröße
Bautyp
Baujahr und Quadratmeteranzahl
Eingesetztes my-PV-Produkt & Nutzen
Heizstab
Anlagensteuerung

Weg von der Solarthermie

Als Hellenthal im Jahr 2015 zum neuen Lebensmittelpunkt für Bram Verbeek wurde, war bereits ein groß dimensioniertes Solarthermie-System (ELCO Auron mit 70 Röhren) auf der Südseite des Hausdaches installiert. Diese Solarthermieanlage lieferte im Sommer zuverlässig Warmwasser – zeigte jedoch im praktischen Betrieb auch Schwächen: Nach zwei Undichtigkeiten in den schwer zugänglichen Kollektoren wurde klar, dass Wartung und Reparatur mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden sind.

Die Entscheidung fiel daher bewusst zugunsten einer vollständigen Umstellung auf eine Photovoltaikanlage, die auf der südwärts ausgerichteten Dachseite installiert wurde. Ziel war nicht nur, die Energieversorgung zu vereinfachen, sondern das Gebäude möglichst unabhängig und effizient mit eigener Energie zu betreiben – ein Ansatz, der insbesondere für viele Bestandsgebäude großes Potenzial bietet.

Persönliche Kundenmeinung und Resümee

Der Schlüssel liegt in der Kombination aus einer eigenen Photovoltaikanlage, der effizienten Nutzung von Überschussenergie und der Einbindung vorhandener Gebäudeeigenschaften.

„Lösungen wie der AC•THOR von my-PV tragen entscheidend dazu bei, den Eigenverbrauch zu maximieren und die Abhängigkeit vom Energieversorger weiter zu reduzieren“, summiert der Eigentümer.

Von 12 auf 43 PV-Module schrittweise erhöht  

Der Einstieg begann mit 12 PV-Modulen auf der Garage in Ost-West-Ausrichtung. Schritt für Schritt wurde das System erweitert – heute sind insgesamt 43 Module in Ost-, Süd- und Westausrichtung installiert. Acht Module sind senkrecht am Balkon auf der Ost- und Südseite montiert. Diese liefern gerade im Winter, bei tiefem Sonnenstand, besonders wertvolle Erträge und bleiben zudem schneefrei.

Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Anlage entstand jedoch ein neues Thema: zeitweise hohe Stromüberschüsse, vor allem zwischen März bis Oktober. Eine hohe Einspeisung ins Netz ist nicht gewünscht, da die Vergütung zu niedrig ist – stattdessen sollte die Energie möglichst vollständig im eigenen Haus genutzt werden.

Die passende Lösung fand sich bei my-PV, dem österreichischen Experten für Wärme aus Photovoltaikstrom. Mit dem AC•THOR wird überschüssiger PV-Strom direkt in Wärme umgewandelt und zur Warmwasserbereitung genutzt – stufenlos geregelt. Die Integration erfolgte unkompliziert über einen vorhandenen Anschluss im Pufferspeicher. Seitdem wird die Eigenverbrauchsquote deutlich gesteigert – ganz ohne Netzeinspeisung.

Individuelles Energiekonzept für den Bestand

Das Wohnhaus aus dem Jahr 1977 in Massivbauweise stellt besondere Anforderungen: „Heizen mit einer Wärmepumpe ist keine Option, da es keine Fußbodenheizung gibt und das Haus mit einer Wassertemperatur von 34 Grad auch nicht beheizt werden kann. Deshalb habe ich mich entschieden, das Haus mit 3 Klimaanlagen zu heizen und zu kühlen und die Restwärme, die ich nicht mehr für die Warmwasserbereitung benötigte, als Unterstützung im Heizkreislauf zu nutzen“, beschreib Bram Verbeek seinen Lösungsansatz.

Ein entscheidender Vorteil der massiven Bauweise wird dabei gezielt genutzt: Das Gebäude selbst fungiert als thermischer Speicher. Türen bleiben geöffnet, sodass sich Wärme und Kälte gleichmäßig verteilen können. Statt klassischer Nachtabsenkung wird bei Stromüberschuss bewusst „vorgeheizt“. Die gespeicherte Energie wird anschließend zeitversetzt wieder abgegeben – insbesondere in den Abend- und Nachtstunden.

Dieses einfache, aber äußerst wirkungsvolle Prinzip reduziert den Energiebedarf genau dann, wenn keine PV-Erzeugung zur Verfügung steht.

Messbare Ergebnisse: minimaler Energiebezug

Die konsequente Optimierung zeigt sich eindrucksvoll in den realen Verbrauchsdaten:

  • Gasabrechnung (22.10.2024 – 21.10.2025):
    405 kWh → 153,33 €

  • Stromabrechnung (01.02.2025 31.01.2026):
    182 kWh → 223,02 €

Die Entwicklung bestätigt den eingeschlagenen Weg und zeigt auch mit der einsehbaren Gas- und Stromabrechnung die realen Werte „Für das Kalenderjahr 2025 wurden lediglich 168 kWh Strom und 33 m³ Gas verbraucht – Werte, die für ein Wohnhaus dieser Größe und Baualters außergewöhnlich niedrig sind“, schwärmt der Eigentümer des mittlerweile 50 Jahren alten Hauses.

Zusätzlich ist seit Kurzem ein Victron Energy Wechselrichter- und Ladesystem vollständig in Betrieb. Dadurch wird erwartet, dass der Netzbezug im Jahr 2026 nochmals weiter sinkt. Erste Ergebnisse sind bereits vielversprechend: Trotz winterlicher Bedingungen im Januar – mit eingeschränkter Sonneneinstrahlung durch die Lage – ist die Batterie vollständig geladen, und der große Pufferspeicher erreicht Temperaturen von bis zu 60 °C.

Übertragbares Konzept mit Zukunft

Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, dass auch ältere Bestandsgebäude mit durchdachten Maßnahmen und intelligenter Systemintegration energetisch auf ein neues Niveau gehoben werden können – und das mit einem sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis.

AC-THOR Seitenansicht

AC•THOR

im Einsatz

Einfach & effizient: AC•THOR steuert elektrische Wärmequellen je nach Verfügbarkeit von PV-Energie und Wärmebedarf. Und das sowohl für Warmwasser als auch zur Raumheizung.

Mehr Infos über AC•THOR

Weitere Referenzprojekte

House with white and wooden facade, roof-mounted PV panels totaling 12.2 kWp.

Sanierung und Photovoltaikwärme als Blackout-Vorsorge

Ein findiger Oberbayer nutzt die Sanierung seines Hauses für den Umstieg auf Photovoltaikwärme als Blackout-Vorsorge.

Mehr lesen...
A modern two-story house with a green and white van parked in the driveway, surrounded by greenery and a brick wall, under a partly cloudy sky.

Belgisches Einfamilienhaus setzt auf den AC•THOR

Belgische Familie steigert den PV-Eigenverbrauch mit dem AC•THOR auf 74 % – ganz ohne Batteriespeicher.

Mehr lesen...
Jacuzzi with wooden cladding and a rubber duck inside, fairy lights above and greenery all around

AC•THOR: Elektrizität trifft auf Entspannung

Ein belgischer Hausbesitzer heizt sein Jacuzzi auf umweltfreundliche Weise mit dem AC•THOR auf.

Mehr lesen...