Autarke Warmwasserbereitung
Neuseeland zeigt, wie Sonnenstrom zu Warmwasser wird
Mit dem SOL•THOR wandelt ein Einfamilienhaus in Auckland überschüssigen Photovoltaikstrom direkt in Warmwasser um.
Fakten über das Projekt
- Eigentümer
- Photovoltaikleistung
- Anzahl der Module und Type
- Wärmespeichergröße
- Bautyp
- Bautyp
- Eingesetztes my-PV Produkt
- Heizstab
In Auckland, Neuseeland, zeigt ein modernes Einfamilienhaus, wie sich Photovoltaikstrom effizient für die Warmwasserbereitung nutzen lässt. Die autarke Anlage wurde im Rahmen eines Pilotprojekts umgesetzt, das vom neuseeländischen Anbieter für Solarwärmelösungen OneEnergy begleitet wurde. Ziel war es, das Potenzial einer Photovoltaikanlage in Kombination mit einem DC Power-Manager von my-PV für die Warmwasserbereitung zu demonstrieren.
Die installierte Photovoltaikanlage verfügt über eine Leistung von 2,7 kWp und besteht aus sechs Modulen des Herstellers Suntech mit jeweils 440 W. Der erzeugte Solarstrom wird über den SOL•THOR direkt für die Warmwasserbereitung genutzt. Die PV-Module sind unmittelbar mit dem Gerät verbunden, wodurch der erzeugte Strom ohne Umweg über einen Wechselrichter verwendet werden kann. Anstatt überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen, wandelt der SOL•THOR die Energie stufenlos in Wärme um. Die Wärmebereitung übernimmt ein bereits vorhandener 3 kW Heizstab in einem 180 Liter Elektroboiler.
Persönliche Kundenmeinung und Resümee
Der Hausbesitzer zeigt sich mit dem System sehr zufrieden und hebt insbesondere zwei Vorteile hervor: die effiziente Nutzung von Solarenergie für die Warmwasserbereitung sowie die Möglichkeit, den Energieverbrauch gezielt in günstigere Tarifzeiten zu verlagern.
Insgesamt zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie sich Photovoltaikstrom auch ohne Batteriespeicher effizient nutzen lässt – durch die direkte Umwandlung in Wärme für Warmwasser.
Wie war der Weg zu my-PV?
Die Entscheidung für Photovoltaikwärme steht auch im Zusammenhang mit der aktuellen Energiemarktsituation in Neuseeland. Gaspreise steigen kontinuierlich – eine 45 kg Gasflasche kostet derzeit rund 170 NZ, was etwa einem Preis 85 € entspricht. Strompreise liegen typischerweise zwischen 0,20 und 0,25 NZD pro kWh (etwa 0,10 € pro kWh). Insgesamt sind die Energiepreise zuletzt um rund 30 % gestiegen, wodurch gasbasierte Warmwassersysteme zunehmend teurer im Betrieb werden.
Durch die Nutzung von PV-Strom für die Warmwasserbereitung kann der Haushalt einen Großteil der benötigten Energie direkt vor Ort erzeugen und verbrauchen. Dadurch sinkt die Abhängigkeit von externen Energiequellen und den damit verbundenen Kosten.
Gab es Herausforderungen bei der Installation?
Die Installation der PV-Anlage verlief insgesamt unkompliziert. In der frühen Phase der Inbetriebnahme des SOL•THOR traten Unsicherheiten auf. Diese konnten durch Firmware-Updates des Supports rasch behoben werden. Nach Abschluss der Updates arbeitet das System zuverlässig und läuft seither stabil.
Wie viele Personen sind im Haushalt?
Im Haushalt leben zwei Erwachsene und zwei Jugendliche. Mit insgesamt vier Personen entspricht der Warmwasserbedarf dem typischen Verbrauch eines Familienhaushalts.
Wird Warmwassersicherstellung verwendet?
Netzstrom steht als zusätzliche Wärmequelle für das System zur Verfügung. Der Haushalt nutzt jedoch keine tarifabhängigen Aufheizzeiten. Stattdessen wird lediglich ein Legionellenschutz-Boost um 17:00 Uhr aktiviert, falls die Temperatur im Speicher ein gewisses Niveau nicht erreicht hat. Im normalen Betrieb fungiert der SOL•THOR als primäre Wärmequelle für den Warmwasserspeicher und übernimmt den Großteil der Warmwasserbereitung.
Welche Vorteile bringt der Umstieg auf Photovoltaikwärme?
Nach einem guten Jahr in Betrieb (Inbetriebnahme im Februar 2025) zeigt sich deutlich das Potenzial der photovoltaischen Warmwasserbereitung. Der jährliche Gesamtenergiebedarf für Warmwasser beträgt 4.072 kWh. Davon wurden 2.627 kWh direkt durch Solarenergie gedeckt, was einem Solaranteil von rund 65 % entspricht. Die verbleibenden 1.445 kWh wurden aus dem Netz bezogen. Die solaren Erträge erreichen in den Sommermonaten, insbesondere im Dezember, ihren Höhepunkt, sodass der Netzbezug in diesem Zeitraum minimal ist. In den Wintermonaten steigt hingegen der Anteil der Netzenergie aufgrund geringerer PV-Erträge. Insgesamt verdeutlicht die untenstehende Grafik einen hohen und über das Jahr hinweg konstanten solaren Beitrag.
Damit wird ein erheblicher Teil des Warmwassers im Haushalt mit lokal erzeugter Solarenergie produziert.
Die erzielten Kosteneinsparungen führen zu einer geschätzten Amortisationszeit von etwa drei Jahren für den SOL•THOR – zusätzlich zu den langfristigen Einsparungen durch den hohen solaren Deckungsanteil.
SOL•THOR
im Einsatz
Der Gleichstrom Power-Manager wandelt Solarstrom direkt und nahezu verlustfrei in Wärme um – durch die direkte Nutzung des PV-Gleichstroms für einen Heizstab.
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